"Asyl in Balinea"

Simulation zum Thema Flucht und Asyl

Worum geht es?

 "Asyl in Balinea" ist eine eintägige Simulation zum Thema Flucht und Asyl, welche zur Entwicklung des informellen Lernens und der Erfahrbarkeit politischen Alltags beiträgt und sich daher für die politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen eignet.

Die Rahmengeschichte beschreibt eine Unwetterkatastrophe, die alle Länder an der Nord- und Ostseeküste von Europa traf und aufgrund der damit verbundenen Auswirkungen von Wohnungsverlust, bürgerkriegsartigen Zuständen und Hunger die Menschen zur Flucht nach Balinea getrieben wurden. Balinea – als reich und sicher geltend – ist einer der wichtigsten Mitgliedstaaten der Nordafrikanischen Union. Die Rahmenbedingungen in Balinea sind an die Deutschlands und die der Nordafrikanischen Union an die der Europäischen Union angelehnt.

Die Simulation umfasst mit "Asyl" und "politischer Ausschuss" zwei Haupthandlungsstränge. Im Strang "Asyl" geht es darum, ein Asylverfahren zu durchlaufen. Hierbei schlüpfen die Teilnehmenden in die Rollen von Geflüchteten, Mitarbeitenden des Grenzschutzes, von Hilfsorganisationen und der zuständigen Behörden. Der Handlungsstrang "politischer Ausschuss" umfasst die Aufgabe ein neues Asylgesetz für einen Bürger*innenentscheid vorzubereiten und zielt darauf ab, das deutsche Asylrecht kennenzulernen und kritisch zu hinterfragen. Hierbei schlüpfen die Teilnehmenden in Rollen unterschiedlicher Parteivertretenden. Als verbindendes Glied fungiert die Presse durch Herausgabe zweier Zeitungen, verschiedene Institutionen und die Vergabe von Schicksalen.  

Hier findet ihr den Flyer "Balinea - auf einen Blick"

Zielsetzung der Simulation 

Die Simulation verfolgt das Ziel die Teilnehmenden für die Komplexität der Themen Flucht und Asyl zu sensibilisieren. Hierbei findet konkret im Eigenerlebnis jedes Teilnehmenden eine Auseinandersetzung mit Aspekten der Fluchtursachen, der Asylpraxis Deutschlands und der täglichen politischen und gesellschaftlichen Arbeit statt.

In diesem Zusammenhang werden mehrere Ebenen bedient. Einerseits ist es den Teilnehmenden möglich, verschiedene Rollen und deren zugeschriebenes, gesellschaftliches Bild zu bedienen und zu erleben, sich dabei einem Perspektivwechsel zu öffnen und zu unterziehen. Zum anderen verfolgt die Simulation das Ziel einer aktiven und eindringlichen Auseinandersetzung hinsichtlich zwei Dimensionen:
1. mit sich als Person und den eigenen Vor- und Einstellungen und
2. mit der Realität eines von Flucht und Asyl tangierten Lebens. 

Letzteres wird vor allem durch die Reflexion des situationsbezogenen, individuellen Erlebens innerhalb der Simulation ermöglicht und soll somit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Asylpraxis Deutschlands beitragen. Durch die Simulation wird ein Prozess des Erfahrungslernens angeregt, sodass die Teilnehmenden sowohl kognitiv, als auch sozial und emotional gefordert und in ihrem Lernen gefördert werden.

Für wen ist die Simulation geeignet?

Die Simulation eignet sich hervorragend für größere Gruppen bestehend aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 14 Jahren, welche sich inhaltlich mit Asyl und Flucht auseinandersetzen möchten.
Die Teilnehmendenzahl beträgt maximal einhundertundfünf und minimal sechzig Teilnehmende. Eine Grundvoraussetzung besteht darin, dass die Teilnehmenden zu einer theoretischen Textarbeit befähigt sind. Die Simulation eignet sich in besonderer Weise für die Seminararbeit im Rahmen des Bildungsangebots der Freiwilligendienste.

https://www.youtube.com/watch?v=lXuXSO-4ok8
https://www.youtube.com/watch?v=IjYrxhMiaJc

 

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"Balinea"