Das Friedenslicht kommt – auch in diesen Zeiten

Das Friedenslicht aus Betlehem kommt auch in diesem Jahr wieder nach Fulda und von dort aus hoffentlich auch wieder zu vielen Menschen im ganzen Bistum.

Wegen der Corona-Pandemie läuft die Gesamtaktion anders ab als in den Jahren zuvor, und trotzdem sind die Pfadfinderinnen und Pfadfinder guten Mutes, dass das Licht seinen Weg ins ganze Bistum Fulda finden wird. So wird das Friedenslicht nicht wie sonst von Mitgliedern von DPSG und VCP in Wien abgeholt, sondern per Auto in drei Routen in Deutschland verteilt. Die DPSG Fulda wird das Friedenslicht in Raunheim abholen und nach Fulda bringen.

Dort findet dann die Ökumenische Aussendungsfeier für das Bistum Fulda und die Landeskirche Kurhessen-Waldeck am 3. Advent, 13.12.2020 um 13:30 Uhr in zwei verschiedenen Formaten statt. Es gibt für ca. 400 Fahrzeuge die Möglichkeit, an einem Autogottesdienst auf dem Messegelände in Fulda (Wolf-Hirth-Straße) teilzunehmen oder in der Christuskirche in Fulda den Stream des Autogottesdienstes auf einer Leinwand zu verfolgen. An beiden Orten wird das Friedenslicht verteilt. Es wird empfohlen frühzeitig an den Veranstaltungsorten zu sein, eine Anmeldung ist notwendig. Natürlich finden die Veranstaltungen unter den geltenden Hygieneregeln statt.

Da ein Transport des Lichtes in den Zügen der Deutschen Bahn nicht möglich ist, kann nicht wie sonst das Licht überall im Bistum auf dem Bahnsteig abgeholt werden, sondern nur auf bestimmten Strecken. Die DPSG plant aber alternative Möglichkeiten, z.B. das Anfahren von Bahnhöfen auf der Strecke Fulda-Hanau. Die Informationen sind immer aktuell auf der Homepage der DPSG Fulda unter https://www.dpsg-fulda.de/themen/friedenslicht-aus-betlehem/friedenslicht-2020/ zu finden.

Auch die Pfadfinderstämme im ganzen Bistum planen Aktionen rund ums und mit dem Friedenslicht in der Zeit nach dem dritten Advent. In vielen evangelischen und katholischen Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck bzw. des Bistums Fulda wird das Friedenslicht aus Betlehem weiter verteilt, so dass es an Heiligabend so viele Menschen wie möglich mit der Weihnachtsbotschaft vom Frieden unter den Menschen erreicht hat.

Weitergegeben wird das Licht auch bei Besuchen von karitativen Einrichtungen, an jüdische und muslimische Gemeinden.

Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes aus Betlehem wird – seit über 25 Jahren – an die Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden“ und den Auftrag, den Frieden zu verwirklichen, erinnert. Frieden zu schaffen, ist gar nicht so einfach! Sei es im engsten Freundeskreis, in der Schule, auf der Arbeit oder auch nur mit sich selbst. Frieden zwischen verfeindeten Menschen und Nationen zu schaffen, ist noch komplizierter. Die Herausforderung besteht darin, durchgehend daran zu arbeiten und trotz aller Hindernisse das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Zusammen mit anderen Menschen ist es oft einfacher, einen langen und schwierigen Weg zu bewältigen. Deswegen ermutigen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder „alle Menschen guten Willens“, sich gemeinsam und guten Mutes auf diesen Weg zu machen.

Das Friedenslicht verbindet auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Nationen und Religionen miteinander. Denn alle eint der Wunsch nach Frieden, auch wenn er – gerade im Heiligen Land, aber auch bei uns in Deutschland – oft sehr zerbrechlich und unerreichbar scheint.

Die Friedenslicht-Aktion gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Betlehem/Palästina. Seit über 25 Jahren verteilen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder verschiedener Verbände das Friedenslicht in Deutschland.

Weitere und jeweils aktuelle Informationen zur Friedenslichtaktion sind auf www.dpsg-fulda.de/themen/friedenslicht-aus-betlehem/friedenslicht-2020/ zu finden.

Uli Ratmann